Automatisch Kunde bei UPS…

Oh Mann – Leute,

wer keine Arbeit hat, schafft sich welche. Oder verbringt seine Zeit damit, die Fehler anderer Unternehmen zu beheben. Vorsicht ist wohl geboten, wenn jemand aus eurer Nachbarschaft Ware mit dem Versender UPS ins Lande importieren lässt. Denn dann passieren Sachen…

Besondere Vorsicht wenn der Jemand eine Privatanschrift angibt. Fleissige Bienen bei UPS Deutschland gehen dann wohl automatisch bei und suchen sich die nächste / eine willkürliche Firmenanschrift in der Nachbarschaft heraus, erfassen diese und senden dem auf diese Art und Weise „neu gewonnen“ Kunden auch gleich die die Original Zollpapiere nebst (bereits bezahlter) Importrechnung…  Zur Ablage.

So uns geschehen. Post von UPS. 1000+ Euro Rechnung. DAs einzig Gute: Bereits bezahlt. Aber nicht von uns. Denn auch dabei: Zollpapiere mit haufenweise unbekannten Sachen, die irgendwie ins Land gelangt sind. Waffen? Drogen? – Keine Ahnung! Wissen wir nicht. Kennen wir nicht! Denn: wir waren es nicht! Wir haben nichts importiert! Die Zollpapiere lauten auch nicht auf unserem Namen. Sondern auf  irgendwen anders…

Da setzt man sich mal hin und schreibt ein Fax an UPS Deutschland. Wir haben nix importiert – Zollpapiere kognitiv lesen hilft! DA STEHT NÄMLICH AUCH EIN ANDERER NAME DRAUF! Da müsste ihr keine Rechnung mit unserem (Firmen-)Namen ausstellen! Mal die Frage wie wir zu einem „Kundenkonto“ bei UPS kommen – wir waren es ja nicht! Und auch eine Bitte das wundersam entstandene „Kundenkonto“ doch zu löschen. Doch was passiert? – Nix! Auf Schreiben reagieren die nicht. Und was folgerichtig auch ausbleibt: Ein Dankeschön von UPS dass man deren Versandarbeit übernimmt – oder gar eine kleine Entschuldigung. Stattdessen: Schweigen! Es steht aber noch eine kostenpflichtige Hotline zur Verfügung über die man UPS über ihren Fehler informieren kann. Ist doch auch mal was, dass man dafür noch zahlen darf. Und wenn man die nicht nutzt, wird man wohl keine Antwort erhalten.

Und wer bezahlt nun den ganzen Aufwand, den ich mit der Klärung der Sache hatte – bis hin zum durch die Gegend laufen und unbezahlte UPS ZustellerIn zu werden???? Oder bin ich gar jetzt bei UPS scheinselbständig angestellt?

Ich habe gelernt: nicht jeder Kunde den UPS ausweist, ist vielleicht auch wirklich ein realer Kunde. Und wenn Sie eine Rechnungs(kopie) über mehr als 1000 Euro von UPS erhalten – nicht gleich erschrecken! Erst mal prüfen ob ihr überhaupt der richtige Empfänger seid! Bei UPS ist das wohl nicht in allen Fällen sichergestellt. So ein weltweites professionelles Versandunternehmen kann sich wohl auch nicht um jedes Detail kümmern. Insbesondere Adressdaten sind ja kompliziert. Sind ja so viele auf der Welt…

Was sich schade finde: da quatscht man in der Poltik von Datenschutzbeauftragten – aber große Unternehmen brauchen wohl keinen? Oder wie sonst kann ich mir erklären, dass ich bei UPS keinen finde, den man informieren kann und der sich um derartige Fehlleistungen kümmert. Daten einfach aus dem Telefonbuch oder anderen Quellen abzutippen und denen dann Dokumente anderer Leute zu schicken erscheint mir einfach fragwürdig. Unser Cheffe hier würde schlichtweg ausrasten, wenn ich das irgendwelchen Leuten irgendwelche Rechnungen schicken  würde. (Allerdings arbeiten wir hier auch ziemlich ISO konform.)

Eure Mandy – die gerade ziemlich angepisst ist und keine Lust hat das wieder geradezubiegen, was UPS in den Sand gesetzt hat.

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