KI ersetzt den Entwickler nicht – sie erweitert das Entwicklungsteam

In den letzten Monaten hat sich meine tägliche Arbeit als Softwareentwickler deutlich verändert. Nicht, weil ich aufgehört hätte zu programmieren, sondern weil ich heute neue Kollegen im Team habe: die Künstliche Intelligenz. Ob Chat GPT, OpenAI, Google KI oder wie sie alle heißen. Sie alle erweitern mein Team und ich benutze sie oftmals parallel. Doch kommen wir zum Anfang:

Früher bestand unser Entwicklerteam häufig aus Projektleiter und Programmierer(n). Der eine brachte die Idee ein, der / die anderen entwickelten Lösungen. Anschließend wurde getestet, diskutiert und verbessert. Genau dieses Prinzip hat sich für mich nicht geändert – nur der Gesprächspartner ist heute  oftmals anders: eine KI!

Mensch und KI bilden ein Team

Wenn ich eine neue Funktion für unsere Lagerverwaltung entwickle oder eine Android-App erweitere, beschreibe ich zunächst das Problem oder programmiere selbst erst einmal einen grundlegenden Code, der die Basis Funktionen beinhaltet. Die KI liefert dann innerhalb weniger Sekunden einen Lösungsansatz, Codevorschlag oder bringt Lösungen für das spezielle Problem ein. Danach beginnt jedoch der wichtigste Teil: Bewertung und Implementierung.

Passt die Lösung wirklich zu unserer Software? Ist sie verständlich? Bleibt sie auch in fünf Jahren noch wartbar? Muss sie vereinfacht werden? Deckt sie die bekannten Fälle ab, wie steht es um Sonderfälle? Kann ich sie einbauen und macht sie das, was sie soll – oder schmiert sie ab – früher oder später? Genau hier liegt weiterhin die Aufgabe des Entwicklers. Die KI liefert Ideen – die Verantwortung für Architektur, Qualität und Integration bleibt beim Menschen.

In den vergangenen Monaten haben wir auf diese Weise zahlreiche Funktionen unserer Software weiterentwickelt. Dazu gehören Erweiterungen unserer Android-Anwendungen für die mobile Datenerfassung, Verbesserungen an der Benutzeroberfläche sowie Optimierungen in unserer Lagerverwaltung AE WWS Lite. Viele Aufgaben, für die früher mehrere Stunden Recherche notwendig gewesen wären, lassen sich heute deutlich schneller lösen. Viele Bücher von meinem Schreibtisch sind verschwunden. Literatur für spezielle Programmieraufgaben war in letzter Zeit ohnehin Mangelware – was damals noch an Bücher über C, Java usw erstellt wurde – versuchen Sie mal ausführliche Literatur über Android Programmierung mit SQLite zu bekommen. Vielleicht auch noch in deutscher Sprache. Das kann mühselig werden – und ganz am Ende trifft es Ihr Problem ohnehin nicht. Nach den Büchern kam Google und die Programmierforen. Hier konnte man Fragen stellen oder nachlesen – und hoffen, dass die Antwort a) verständlich, b) funktional war. Was nicht immer gegeben war, weil der sich der eine oder andere Antwortgeber lieber im Glanze des eigenen Egos sonnte. Oder das Problem gar nicht verstand – was manchmal zugegebenermaßen auch am Fragesteller lag, der sein Problem nicht umfassend beschreiben konnte.

So etwas passiert mir auch mit der KI.

Manchmal kommen Lösungen, die sind hanebüchen. Da kann man schon im Vorfeld sehen, dass das keine praktikable Lösung ist. Wenn mir die KI zum Beispiel am Ende eines Programmiertages vorschlägt wegen einem farblich nicht so passenden Textfenster im Darkmode das ganze Theme auszutauschen – dann wird das nicht passieren. Das würde nämlich bedeuten die ganze Software komplett neu zu testen und alle Sonderfälle, Menüs und Anzeigen zu erproben. Dann geht die „Lösung“ zurück an die KI. Zusammen mit der Aufforderung wir brauchen eine Lösung nur für das Textfenster. Die KI zuckt nicht und bringt brav ihren neuen Vorschlag. Ohne sauer zu werden, ohne Emotionen einfließen zu lassen.

Sicherheit und Tests – die Basis der Zusammenarbeit

Was mir jetzt ganz wichtig geworden ist: Ich übernehme keinen KI-Vorschlag ungeprüft. Jede Änderung wird getestet, hinterfragt und an die Anforderungen unserer Kunden angepasst. Am Ende entsteht keine „Software von einer KI“, sondern Software, die durch die Zusammenarbeit von Mensch und KI effizienter entwickelt wurde.

Ich bin überzeugt, dass sich die Arbeitsweise vieler Softwarehäuser in den kommenden Jahren verändern wird. Entwickler werden nicht ersetzt – sie erhalten ein neues Werkzeug. So wie früher Projektleiter und Programmierer gemeinsam Lösungen erarbeitet haben, bilden heute Entwickler und KI ein leistungsfähiges Team.

Wenn Sie sich für moderne Lagerverwaltung interessieren, werfen Sie gerne einen Blick auf AE WWS Lite. Unsere Software unterstützt Unternehmen bei der Lagerorganisation – vom Wareneingang über Inventur und Umlagerungen bis zur Auswertung.

Ebenso bieten wir Android-Apps für die mobile Datenerfassung mit Barcode-Scannern und Smartphones an. Sie ermöglichen eine schnelle und sichere Erfassung direkt im Lager und arbeiten nahtlos mit unserer Lagerverwaltung zusammen.

Genau diese Arbeitsweise fließt inzwischen auch in unsere eigenen Produkte ein. So entwickeln wir seit Jahren unsere Lager- und Artikelverwaltung AE WWS Lite und dazu viele unsere Android-Apps für die mobile Datenerfassung  – schneller als früher, aber mit demselben Qualitätsanspruch.

Weitere Informationen finden Sie unter:

• AE WWS Lite eine moderne Lagersoftware ab 0 Euro: https://www.terminal-systems.de/wp/lager1/lagerverwaltungaewwslite/

• Mobile Datenerfassung – viele Apps für Lager, Betrieb und Barcode: https://www.terminal-systems.de/wp/mobile1/

Die Zukunft

Vor einigen Jahren fragte man noch: „Kann eine KI überhaupt programmieren?“ Heute stelle ich mir eine andere Frage: „Wie können Mensch und KI gemeinsam bessere Software entwickeln?“ Für mich lautet die Antwort inzwischen: als Team – erstaunlich gut.

Oder etwas provokanter: Die Zukunft gehört aus meiner Sicht weder dem Menschen noch der KI allein. Sie gehört Entwicklerteams, in denen beide ihre jeweiligen Stärken einbringen.

Text: KI und Hr. Walter.


Ansprechpartner: (c) AE SYSTEME Testcenter, Hans-J. Walter.

Hans-J. Walter ist techn. Leiter und Software Architekt für Anwendungen in Windows DOT.NET / C# und Java / Android Apps und Autor journalistischer Fachbeiträge über interessante Technik, Trends und Innovationen. Kontakt: hjw@terminal-systems.de

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