{"id":230,"date":"2011-09-26T10:02:22","date_gmt":"2011-09-26T10:02:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.art-events.de\/weblog\/?p=230"},"modified":"2021-07-23T09:47:01","modified_gmt":"2021-07-23T09:47:01","slug":"mit-smart-metering-stromkosten-sparen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.art-events.de\/weblog\/mit-smart-metering-stromkosten-sparen\/","title":{"rendered":"Mit Smart Metering Stromkosten sparen"},"content":{"rendered":"<p>Das mit den Stromkosten ist so ein gelebtes Paradoxon. Je weniger man verbraucht &#8211; desto mehr zahlt man. Einfach weil der Arbeitspreis der Kilowattstunden immer teurer wird. Und dabei haben wir unsere Atomkraftwerke noch gar nicht abgeschaltet &#8211; k\u00f6nnten also im Moment noch ganz viel ganz billigen Strom produzieren. Aber wie auch immer, wir wollen hier nicht \u00fcber Politik reden, sondern \u00fcber Realit\u00e4ten.<\/p>\n<p><strong>Steigende Strompreise, steigende Verbrauchkosten<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Also Strom wird teurer. V\u00f6llig egal wer ihn produziert. Stromverbrauch normaler Verbraucher wird abgerechnet in kWh (Kilowattstunden). Eine kWh sind tausend verbrauchte Watt in einer Stunde (1000Wh) und kostet heute so zwischen 19 und 25 Cent. Je nach Energieversorger, je nach gew\u00e4hlten Tarif.<\/p>\n<p>Das bedeutet: haben Sie einen Fernseher, der 200 Watt verbraucht und lassen den t\u00e4glich f\u00fcnf Stunden lang laufen haben Sie 5&#215;200 Watt = 1000 Watt verbraucht und zahlen f\u00fcr diesen Fernsehgenu\u00df 25 Cent. Zzgl. Ihrer GEZ Geb\u00fchr versteht sich.. Haben Sie einen 100 Watt Lampe in der Aussenbeleuchtung und lassen diese eine Nacht lang 10 Stunden laufen zahlen Sie auch den Betrag. (Wobei die Politik die 100 Watt Lampen schon verboten hat.)<\/p>\n<p><strong>Energie Sparen, um Kostenexplosionen zu vermeiden<\/strong><\/p>\n<p>Wie nun sparen? Fernseher ausschalten? Je nach Alter und pers\u00f6nlicher Neigung macht der eine oder andere das schon von ganz alleine. Aussenbeleuchtung weg? Kann man machen. Ist nur bl\u00f6de wenn man selbst vor der abgedunkelten Haust\u00fcr steht und sich die Knochen bricht, weil man die Eingangsstufe \u00fcbersehen hat. Sich etwas durch die Erde graben bis man das Kabel der Stra\u00dfenbeleuchtung findet und sich dort anschlie\u00dfen? Ist verboten und schlussendlich sparen Sie so auch nichts, denn f\u00fcr die Stra\u00dfenbeleuchtung zahlen Sie auch. \u00dcber Steuern und Geb\u00fchren an Ihre Gemeinde.<\/p>\n<p>Also &#8211; lassen wir mal illegale Methoden au\u00dfer Acht &#8211; unterm Strich haben Sie nur die M\u00f6glichkeit: Sie m\u00fcssen sparen! Nicht um weniger zu bezahlen. Sondern vielmehr damit Sie von den Geb\u00fchrenerh\u00f6hungen der Zukunft nicht ganz so getroffen werden. (Theoretisch. Ob das klappt wird man sehen. Wenn sich der Preis der Kilowattstunde auf 50 Cent verdoppelt weil Braunkohle teuer geworden ist, wirds damit auch ganz sch\u00f6n schwer. Aber hier kommt dann wieder die Politik ins Spiel und das ist nicht unsere Baustelle.)<\/p>\n<p><strong>Der erste Schritt: Die Bestandsaufnahme<\/strong><\/p>\n<p>Also zum Sparen. Sie sind gefordert! Ihr erster Schritt: Gehen Sie durch Ihr Geb\u00e4ude und schauen sich Ihre Verbraucher an. Nein &#8211; nicht die Menschen. Zuerst die Ger\u00e4te &#8211; die Menschen kommen sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Ersetzen Sie z.B. die 100 Watt Lampe im Eingang durch eine 20 Watt Lampe und noch besser: durch einen Bewegungsmelder. Dann l\u00f6st der zwar auch aus, wenn Karnickel davor auf und ab h\u00fcpfen &#8211; aber sie brauchen deutlich l\u00e4nger, um eine 1kWh zusammen zu bekommen. Im Fall der 20 Watt Lampe: 50 Stunden Dauerbetrieb also schon mal f\u00fcnf N\u00e4chte. (Ohne Bewegungsmelder oder wenn die Karnickel jede Nacht vor dem Ding einen Veitstanz auff\u00fchren&#8230;)<\/p>\n<p>Was beim Licht und beim Fernseher noch verh\u00e4ltnism\u00e4ssig einfach ist, wird schon schwieriger beim ganzen elektrischen Geraffel, das auch ihre Wohnung bev\u00f6lkert aber nur sporadisch in Betrieb ist. Oder wo Sie gar nicht wissen, wann das l\u00e4uft. Allseits beliebt: Ihre Heizung und die daran angeschlossenen Pumpen. Ihre Drucker. (So ein Laserdrucker zieht schon mal 900 Watt &#8211; nur weil er den Beschwerdebrief an Ihren Energieversorger ausdruckt.) Hier kommt unsere Technik ins Spiel: SMART METERING!<\/p>\n<p>Doch bevor wir uns \u00fcber Smart Metering auslassen &#8211; etwas zum Metering allgemein.<\/p>\n<p><strong>Manual Metering &#8211; regelm\u00e4ssige Datenerhebung ist Pflicht<\/strong><\/p>\n<p>Bereits seit vielen Jahren betreben wir bei uns im Firmengeb\u00e4ude MANUAL METERING. Manual Metering bedeutet: jeden Monat zum Ultimo gibt es bei uns ein Gewinnspiel. Der Verlierer muss durch das Geb\u00e4ude gehen und alle Z\u00e4hler ablesen. Da wir ein sicheres Unternehmen sein wollen, werden dabei auch gleich Tankinhalte, Feuermelder, Fluchtausg\u00e4nge und Co inspiziert und gffs getestet. Im Fall bestimmter Maschinen werden Temperaturen gemessen, da sich bevorstehende Ausf\u00e4lle h\u00e4ufig durch durch ungew\u00f6hnliche Erw\u00e4rmungen ank\u00fcndigen.<br \/>\nAlle Werte werden via Formblatt in einer Excel Tabelle eingetragen, die wiederum separat ausgewertet wird. So k\u00f6nnen wir auf einen Blick folgendes erkennen:<\/p>\n<p>&#8211; Aktueller Stromverbrauch Monat<br \/>\n&#8211; Aktueller Wasserverbrauch<br \/>\n&#8211; Wir haben eine \u00d6lheizung: aktueller Tankbestand sowie Verbrauch im Monat<br \/>\n&#8211; Laufzeit der Heizungsanlage in Stunden<br \/>\n&#8211; Funktionsf\u00e4higkeit der Alarmeinrichtungen<br \/>\n&#8211; Temperaturen bestimmter Komponenten&#8230;.<\/p>\n<p>Die Werte vergleichen wir mit dem Vormonat und &#8211; da wir die Daten vieler Jahre haben &#8211; mit dem Monat im Vorjahr. Zus\u00e4tzlich haben wir Statistikwerte welche Werte durchschnittlich zugelassen sind. Lange Reder kurzer Sinn: mit wenigen Formeln k\u00f6nnen wir erkennen, ob ein Monat besonders wenig verbraucht wurde oder ob es Ausrei\u00dfer gab. Die Ausrei\u00dfer im Verbrauch sind Punkte, die zu kl\u00e4ren sind. Wurde in einem Monat besonders viel produziert, darf der Stromverbrauch h\u00f6her sein. Haben wir unserer Heizungsanlage eine neue Umweltpumpe der Energieeffizenzklasse A++ spendiert, muss der Verbrauch geringer sein.<\/p>\n<p>Kurzum: Abweichungen vom Durchschnitt m\u00fcssen a) sofort erkannt werden und sind b) zu begr\u00fcnden. Wenn unserer G\u00e4rtner die Regenwassersammeltonnen ignoriert und stattdessen das Wasser zum Blumen gie\u00dfen aus der Leitung entnimmt, m\u00fcssen wir mit ihm reden. Wenn die weiblichen Praktikanten sich mit einem 900 Watt F\u00f6hn in jeder Pause die Haare richten, m\u00fcssen wir wohl auch mal ein Wort zur Kl\u00e4rung erheben. Und wenn auf den Toiletten immer das Licht anbleibt, muss ein Zeitschalter her&#8230;<\/p>\n<p>MANUAL Metering ist also unsere seit langem bew\u00e4hrte Methode, um regelm\u00e4ssig alle unsere Verbr\u00e4uche zu erheben und zu kontrollieren. Doch in vielen F\u00e4llen ist manual Metering zu grob. Es hilft uns nicht beim Drucker. Es hilft uns nicht bei der Heizung &#8211; und gro\u00dfe Liegenschaften kann man so auch nicht verwalten.<\/p>\n<p><strong>Smart Metering &#8211; so geht es automatisch<\/strong><\/p>\n<p>Hier kommt SMART Metering ins Spiel. Smart Metering ist im Prinzip die selbe Geschichte &#8211; nur jetzt geht es automatisch! Hierbei wird zum Beispiel ein <a href=\"https:\/\/www.terminal-systems.de\/wp\/home-2\/smart-metering\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">digitaler Stromz\u00e4hler<\/a> in die Unterverteilung unserer Drucker und Werkstatt gesetzt. Oder in die Verteilung, die die Heizungsanlage nebst Pumpen mit Strom versorgt. Oder ein digitaler Wasserz\u00e4hler nach dem Hausanschlu\u00df. Oder W\u00e4rmez\u00e4hler im Rohrsystem der B\u00fcros installiert. Kurzum: digitale Z\u00e4hler gibt es f\u00fcr (fast) alles &#8211; hier muss man nur seinen Handwerker des Vertrauens erfragen. State of the art (also aktuell) sind digitale Z\u00e4hler mit einem sogenannten M-Bus Interface. Sie sind kaum teurer als herk\u00f6mmliche Z\u00e4hler bieten daf\u00fcr aber die M\u00f6glichkeit, das M-Bus Interface mit PC Systemen zu verbinden, die ebenfalls \u00fcber einen M-Bus Eingang verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Viel wissen muss man \u00fcber den M-Bus nicht, ausser: das ist eine einfache Zweidrahtleitung und es k\u00f6nnen theoretisch bis zu 255 Z\u00e4hler \u00fcber eine Leitungsl\u00e4nge von mehreren Hundert Metern angeschlossen werden.<\/p>\n<p>Was Sie dann noch brauchen: unsere Smart Metering Box MGW986 mit M-Bus Interface. Diese Smart Metering Box ist \u00e4u\u00dferlich nur eine kleine Plastikschachtel &#8211; enth\u00e4lt aber eine PC Hardware mit Linux. Hierbei handelt es sich um sogn. Embedded Hardware &#8211; also um Technik, die selbst wenig Strom verbraucht und f\u00fcr l\u00fcfterlosen 24\/7 Dauerbetrieb ausgelegt ist. (Eigenverbrauch: ca 7 Watt.)<\/p>\n<p><strong>Smart Metering Box MGW986 f\u00fcr Z\u00e4hler mit M-Bus Interface<\/strong><\/p>\n<p>Das MGW986 ist nun der sogenannte M-Bus Master f\u00fcr Ihre ganzen Z\u00e4hler. Alle Z\u00e4hler werden angeschlossen und in einer Konfigurationsdatei eingetragen. Hier\u00fcber wird dem MGW986 mitgeteilt, welche Z\u00e4hlerwerte Sie auslesen m\u00f6chten. Das kann z.B. der jeweils aktuelle Z\u00e4hlerstand sein, das kann aber auch die aktuelle Spannung sein (die Spannung schwankt bei uns \u00fcber den Tag zwischen ca. 225 und 238 Volt), das kann der Durchfluss beim Wasserz\u00e4hler sein. Weiterhin das Ausleseintervall spezifizieren, typ. gem\u00e4\u00df Empfehlung 5 oder 15 Minuten. Fertig ist die Konfiguration auf der Z\u00e4hlerseite. Auf der Netzwerkseite: IP Adresse einstellen unter der Sie das MGW in Ihrem Netzwerk finden wollen &#8211; und wenn gew\u00fcnscht weitere Parameter.<\/p>\n<p><strong>So gelangen Ihre Verbrauchsdaten ins Netzwerk<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt wird es einfach: Starten Sie einen Webbrowser und \u00f6ffnen eine http:\/\/xxx.xxx.xxx.xxx Verbindung mit der IP Adresse des MGW986. Sie erhalten jetzt: Informationen \u00fcber Augenblickswerte aller Z\u00e4hler, Grafiken f\u00fcr die Verbrauchswerte im Turnus 24 Stunden, 7 Tage, 31 Tage, 60 Tage, 90 Tage und haben gleichzeitig die M\u00f6glichkeit sich alle Daten als XLS \/ CSV Datei downzuloaden. Diese k\u00f6nnen Sie dann z.B. in Officeprogramm a la Excel importieren und so Ihre eigenen Auswertungen erstellen. Voila &#8211; fertig ist Ihr Einstieg in Smart Metering. Und wenn Sie mit einem Z\u00e4hler beginnen, k\u00f6nnen Sie Ihre neue Smart Metering Station ganz langsam um weitere Z\u00e4hler erweitern.<\/p>\n<p><strong>Links<\/strong><\/p>\n<p>Der Link zum Produkt:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.terminal-systems.de\/wp\/home-2\/smart-metering\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MGW986 Smart Metering Box<\/a><\/p>\n<p>und nat\u00fcrlich mit vielen Erweiterungen wie z.B. f\u00fcr PHP \/ SQL Datenbanken uvam&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das mit den Stromkosten ist so ein gelebtes Paradoxon. Je weniger man verbraucht &#8211; desto mehr zahlt man. Einfach weil der Arbeitspreis der Kilowattstunden immer teurer wird. Und dabei haben wir unsere Atomkraftwerke noch gar nicht abgeschaltet &#8211; k\u00f6nnten also im Moment noch ganz viel ganz billigen Strom produzieren. 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